Raumspartreppen: Für enge Aufgänge bestens geeignet!

Raumspartreppe

Raumspartreppen sind Treppen, die wenig Platz benötigen. Sie sind oft in Häusern zu finden, aber nicht im Bauplan eingezeichnet. Oft werden sie erst später eingebaut. Dies impliziert, dass sie keine Fluchttreppen sind, dass es also immer eine andere Möglichkeit der Flucht aus Wohnräumen gibt, da Raumspartreppen oftmals nicht den gesetzlichen Bestimmungen für normale Treppen entsprechen müssen.

Treppen verbinden eine Ebene mit einer anderen. Oftmals hat man aber nicht so viel Platz, baut nachträglich ein Zwischenpodest ein, oder will auch nur den Dachboden erreichen. Dann sind gerade solche Treppen gefragt.

Als Raumspartreppen sind vor allem Sambatreppen, Wendeltreppen und Konsolentreppen anzusehen. Bei Sambatreppen steigt man die Treppe hinauf wie eine Ente, die Stufen sind einmal links, einmal rechts breiter ausgebildet. Die Wendeltreppe wendelt sich um eine Spindel herum nach oben. Konsolentreppen wiederum sind von einem Metalltraggerüst gestützt, welches auf dem Boden oder in der Wand verankert ist. Leitertreppen sind eine weitere Art der Raumspartreppe, sie wird vorwiegend für die Erschließung des Dachbodens verwendet.

Zu beachten ist, dass auch Raumspartreppen ein Geländer benötigen, wenn sie Ebenen verbinden, die höher als 1 Meter auseinander liegen. Dies impliziert, dass bereits ab 4 Stufen ein Handlauf vorgeschrieben ist.

Mindestbreiten im Baurecht liegen bei 80 cm. Empfohlen werden jedoch für Raumspartreppen 85 cm, um den Komfort etwas zu erhöhen. Normale Treppen haben eine Breite von 90 cm bis 110 cm. Die Mindestbreite von 80 cm gilt jedoch nur für Wohngebäude mit nicht mehr als 2 Wohnungen.

Der Vorteil der Raumspartreppe sind die Kosten. Schon bei weit unter 1000 Euro kann eine solche Treppe zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil ist der Platzbedarf. Ein Nachteil ist der Geh-Komfort. Eine Wendeltreppe, Leitertreppe oder Sambatreppe hat einen anderen Komfort im Gehen, als eine normale Treppe. Gerade wenn man viel von A nach B transportieren muss, oder für alte Menschen, sind dann Raumspartreppen beschwerlich. Besonderes Augenmerk sollte deshalb dabei auf das Hinuntergehen gelegt werden. Dies ist umständlicher, als hinaufzugehen.

Mit welchen Kosten muss man bei einer Raumspartreppe rechnen? Als Anhaltspunkt hier ein paar Zahlen, um eine Idee zu bekommen. Genaue Zahlen sind dies natürlich nicht. Jede Treppe muss individuell kalkuliert werden.

  • Holztreppen: 120 Euro bis 1.700 Euro
  • Metalltreppen: 450 Euro bis 2100 Euro
  • Treppen aus Gusseisen: 1400 Euro bis 3300 Euro

Wie schon bei den Kosten angedeutet, sind Holz, Metall und Gusseisen die wesentlichen Materialien, welche für den Treppenbau eingesetzt werden. Holz hat eine angenehme Oberfläche, Gusseisentreppen sind meist Wendeltreppen in altem Stil. Ansonsten gibt es auch noch Wendeltreppen aus Stahl, welche einfacher vom Design sind. Geländer können aus Stahl oder ebenfalls aus Holz sein. Entscheidend für die Wahl des Materials ist auch die Atmosphäre, die man erzeugen möchte, beziehungsweise die Atmosphäre des Hauses und der Möbel. Zu Antiquitäten passt wahrscheinlich besser eine Stahltreppe, in ein Bauernhaus eine Holztreppe, in ein Loft kann auch eine alte Gusseisentreppe gut zur Wirkung kommen.

Weitere Informationen kann man auf der Website www.raumspartreppe.info finden. Hier stehen detaillierte Informationen zu den Baubestimmungen und noch weitere Details über Baubestimmungen, den Kauf oder Selbstbau.